Kapelle Hl. Nepomuk

 

Kapelle Hl. Nepomuk mit Bildern von Einsegnung      
Hl.Johannes Nepomuk.  
Johannes von Pomuk, ne Pomuk,wurde um 1350 in Pomuk bei Pilsen geboren1380 wurde er zum Priester geweiht und war
als Pfarrer an der Galluskirche in Prag tätig. Nach einem Jus-Studium in Prag und Padua bekleidete er ab 1390 das Amt
des Generalvikars der Diözese Prag. Er verteidigte die Rechte der Kirche und geriet in Auseinandersetzungen mit Wenzel IV
König von Böhmen und Deutschland und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und er wurde am 20. März 1393 nach
schwerer Folter von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt. Zum einen wird als Hintergrund der Eskalation die
Exkommunikation eines königlichen Günstlings vermutet. Andererseits besagt die Legende, dass sein Streit mit dem
König seiner Weigerung, das Beichtgeheimnis zu brechen, entsprang. Demnach habe er als Beichtvater der Königin
Johanna nicht preisgeben wollen, was ihm die Frau des Königs anvertraut habe. Der Bischof ließ Johannes Nepomuk
im Prager Veitsdom bestatten. Schon bald wurde er von der Bevölkerung als Märtyrer verehrt. 1693 wurde auf der
Karlsbrücke in Prag sein Standbild errichtet. Die Heiligsprechung durch die Kirche erfolgte erst Jahrhunderte später, 
und zwar am 19. März 1729 durch Papst Benedikt XIII.Johannes Nepomuk gilt als Schutzpatron von Böhmen und Bayern,
der Beichtväter, Priester, des Beichtgeheimnisses sowie auch der Brücken.So ist es auch verständlich, dass im Jahre 1719
in Wiesen unter Pfarrer Johann F. Holzay an der rechten Bachseite neben der letzten Edlesbach-Brücke eine "Brückenkapelle",
die dem Hl. Johannes Nepomuk geweiht ist, errichtet wurde.Im Jahre 1975 erfolgte nach einer Schändung und Zerstörung
eine Neuanschaffung der Statue seitens der politischen Gemeinde Wiesen. Die 64 cm hohe Statue wurde von Anna Geiger
(Oslip) aus St. Margarethner Kalksandstein angefertigt. Das Schicksal des Hl. Johannes Nepomuk ereilte auch diese Kapelle.
Sie wurde sozusagen "gestürzt" und existiert nicht mehr. Sie wurde nun im Jahre 2009 einige Meter links neu errichtet.


Die Neuerrichtung dieser Anger-Kapelle, wie sie im Volksmunde genannt wird, ist der Initiative der "Mariazeller Gruppe"
rund um Altbürgermeister Johann Habeler, Ing. Anton Koch, Anton Kremser und Karl Knipfer zu verdanken (Im Bild links unten
vor der neuen Kapelle mit Bischof Dr. Paul Iby, Ortspfarrer Mathias Reiner und Steinbildhauer Johann Urban abgebildet). Sie haben in
uneigennütziger Weise mit Ihrer Arbeitskraft und durch Spenden den Steinbildhauer Johann Urban für die Anfertigung
der Kapelle gewinnen können. Das Bauwerk besteht, so wie der Kreuzweg zum "Hohen Stein", aus einer Mischung aus
gemahlenem St. Margarethner Sandstein, Weißzement und farbigem Zement. 

Bild links oben: Altes Foto von der ursprünglichen Kapelle.
Bild mitte oben: Neuerrichtete Nepomuk-Kapelle.
Bild rechts oben: Nepomuk-Statue, 64 cm hoch
Bilder unten: Fotos von Segnung der Nepomukkapelle am 14.Juni 2009 durch Bischof Dr. Paul Iby

 


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